EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Altmorschen von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2022 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten

Bahnstation Altmorschen

Bau und Streckeneröffnung Am 1. Juli 1845 begannen die Streckenarbeiten an der „Friedrich-Wilhelms-Nordbahn“. Zwischen Haueda und Gerstungen wurde die Strecke in 12 Bauabschnitte eingeteilt. Die 39,36 Kilometer lange Teilstrecke der „Friedrich-Wilhelms-Nordbahn“ zwischen Guxhagen, Altmorschen und Bebra wurde am 29. August 1848 von der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn- Gesellschaft (FWNB) in Betrieb genommen. Die Betriebsstation ging am 25. September 1849 in Betrieb.

Das Empfangsgebäude Altmorschen

Das Gebäude von 1848 in Seitenlage von Julius Eugen Ruhl entworfene Stationsgebäude aus Klinkerstein im Stil der Gründerzeit errichtet, besaß ein Fundament aus Steinquadern. Das symmetrische, auf H-förmigen Grundriss errichtete zweistöckige Gebäude hatte zwei Giebelrisalite (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt). Alle Stockwerke besaßen Rundbogenfenster und Türen aus abgesetzten halbrunden Verzierungen mit gelbem Klinker sowie Gurtgesimse (an Fassaden, das zwischen den Geschossen liegt), die die Stockwerke optisch trennten. Die Satteldächer wurden mit Schiefer abgedeckt. Im mittleren Gebäudeteil waren die Diensträume für die Fahrkartenausgabe und die Gepäckabfertigung untergebracht. Ein Bahnhofsrestaurant war ebenfalls vorhanden. Im Verbindungsbau fanden sich die Wartesäle. Im südlichen Anbau befand sich ein Fürstenzimmer. Im Obergeschoss waren Wohnungen für die Bahnbediensteten entstanden. Ein Fachwerkgüterschuppen mit Seiten- und Kopframpe ergänzte die Bahnhochbauten im Süden. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse III. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Schon 1852 wurde das Stationsgebäude beidseitig verlängert. Dabei erhielt es im Norden einen dreistöckigen, turmartigen Anbau mit Walmdach für den Treppenaufgang zum Obergeschoss. Dadurch verlor das Gebäude seine Symmetrie. 1893 veränderte die Bahn das Stationsgebäude abermals. Dabei entstand ein Windfang an der Ortsseite, der durch eine Treppe ergänzt wurde. Zusätzlich wurde es im Stil der „Neuen Sachlichkeit“ weiß getüncht. 1903 erhielt der Bahnhof in jedem Bahnhofskopf ein Stellwerksgebäude. Am 31. März 1988 wurde der Fahrkartenschalter geschlossen. 1999 schloss die Bahnhofsgaststätte. 2012 wurde das Stationsgebäude saniert. Dabei wurde auch der Anstrich entfernt. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude wurde verkauft und wird als Büro verwendet. Es steht unter hessischem Denkmalschutz.
Planung und Konzession
Die Eisenbahn “kam” am 25. September 1849 nach Altmorschen. Also 14 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Altmorschen hatte zu diesem Zeitpunkt sehr wenig Einwohner (Ende 2020 waren es 3.225 Einwohner). Altmorschen wurde am 1. Juli 1871 nach Morschen eingemeindet.
Halle (Saale) - Baunatal Halle (Saale) Hbf Baunatal-Guntershausen
Bilder Altmorschen
Bahnhof von 1852
Luftaufnahme
Bahnhof 1907
Bahnhof von 1852 Bahnhof 1907